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Budapest

 

 

Wir begannen den Tag damit, bis etwa 10 Uhr zu schlafen. Danach gingen wir den Tag entspannt mit einem Frühstück aus Tee und Zwieback an. Da das Hostel für die nächste Nacht voll ausgebucht war, mussten wir ein anderes suchen. Nachdem wir Geld geholt hatten (ich bin übrigens nicht in der Lage, Forint in Euro umzurechnen...), bezahlten wir das Hostel und netterweise reservierte man für uns ein anderes für die nächste Nacht. Wir schleppten also unser Gepäck und die Fahrräder nach draußen und beluden sie, schon etwas schneller als beim letzten Mal. Da wir ja schon einiges an Erfahrung in Sachen Orientierung in Budapest hatten, fanden wir das neue Hostel vergleichsweise schnell. Es lag auch viel zentraler, relativ nah an der Donau.
Dort angekommen, sahen wir uns mit dem Problem konfrontiert, die Fahrräder in den 5. Stock zu bekommen. Es gab zwar einen sehr urigen Fahrstuhl, mit vollgekritzelter, beklebter und bemalter Holzvertäfelung, der war allerdings eher für zwei Personen konzipiert, als für zwei Personen mit Gepäck und Fahrrädern. Nach einigem hin und her schafften wir es aber tatsächlich, die beiden Fahrräder hochkant in den Fahrstuhl zu bekommen. Dieser Trick sollte uns auch später noch sehr nützlich werden. Als schließlich alles im Zimmer war, das übrigens sonst nur noch von Franzosen bewohnt wurde, machten wir uns bereit, die Stadt zu erkunden.


Es war unglaublich heiß und die Sonne schien. Ohne genauen Plan wanderten wir durch die Innenstadt und waren beeindruckt von den schönen Gebäuden, die alle ungeheuer wichtig aussahen. Irgendwie fanden wir dann auch das Donauufer und die berühmte Chain-bridge, die die Stadtteile Buda und Pest miteinander verbindet. (Warum sie berühmt ist wussten wir zwar nicht, dafür ist sie aber auf jeder Postkarte zu sehen...) Als wir die Brücke erreicht hatten, erreichte unser Hunger eine nicht mehr zu ignorierende Größe und so machten wir uns auf die Suche nach etwas zu essen. Es dauerte etwa ein Stunde, bis wir endlich einen Supermarkt gefunden hatten und wir waren schon relativ am Ende, als wir endlich wieder am Hostel waren. Wir kochten uns eine sehr leckere Nudel-Gemüse-Pfannen-Suppe. Dann starteten wir einen zweiten Versuch, doch noch etwas von Budapest zu sehen. Wir kehrten zur Brücke zurück, wechselten zur anderen Seite und konnten nach einer Weile das Parlament bestaunen. In der Sonne strahlten die vielen Türmchen und Verzierungen förmlich und trotz der Entfernung, wir waren ja schließlich auf dem anderen Flussufer, waren wir von der Größe und Schönheit des Gebäudes sehr beeindruckt. Leider hatte genau gegenüber des Parlaments ein Touristenboot festgemacht, so dass wir auf den Frontalblick verzichten mussten.
Nach einem Blick in unseren Stadtplan entschieden wir uns, den Berg zu unserer Linken zu erklimmen, um dort oben die Fishermen's Bastion zu besichtigen. Als wir schließlich oben waren, erblickten wir eine sehr hübsche Befestigung aus weißem Stein, mit vielen Türmen und Säulen. Wir hatten einen unglaublichen Blick über die ganze Stadt und auf das Parlament (damit hatten wir dann doch den perfekten Blick gefunden). Oben war ein Marzipanmuseum untergebracht, durch dessen Schaufenster wir eine riesige Hochzeitstorte sehen konnten. Bei diesem Anblick entschlossen wir uns, auf das Museum zu verzichten, um nicht in sinnlose Süßigkeitenfresserei zu verfallen.
Noch einige Zeit schlenderten wir mehr oder weniger orientierungslos durch Budapest und ließen dann den ersten Tag in Ungarn bei einem ungarischen Bier an der Donau ausklingen. Glücklicherweise unter einem Dach, muss man dazu sagen, da sich der Nieselregen, der am frühen Abend eingesetzt hatte, bald in ein Gewitter verwandelte.

4.8.08 15:50
 


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